Lass deine Träume wahr werden

von | Jan 13, 2024 | Rückblicke und Zukunftsblicke | 2 Kommentare

Ich schreibe diese Worte im Rahmen der Blogparade “Lass deine Träume wahr werden 2024” von Lucie Stumm, die mir schon im letzten Jahr vor die Augen trat, doch da hatte ich erst die Idee von meiner Webseite und es dauerte noch fast das gesamte letzte Jahr bis sie endlich online war. Dieses Jahr aber bin ich dabei. Danke für diese Gelegenheit Lucie…

Folgende Fragen stellt Lucie als Inspiration, wenn ich sie brauche.

  • Welche Träume hast du?
  • Welche Träume hast du schon umgesetzt?
  • Welchen Traum willst du dir in diesem Jahr unbedingt erfüllen?
  • Welcher Traum ist ein längerfristiges Unternehmen?
  • An welcher Stelle benötigst du Unterstützung zur Umsetzung?

Mal sehen, ob ich sie brauchen werde. Gut zu wissen, dass sie da sind.

Was sind Wünsche und Träume?

Die Idee, an der Blogparade teilzunehmen, erwischte mich in meiner analytischen Phase. Ich stellte mir die Frage, was ist der Unterschied zwischen Wünschen und Träumen? Ist es gar das Gleiche oder gibt es Überschneidungen bzw. gravierende Unterschiede. Ich recherchierte und stieß auf einen wirklich tollen Blogartikel von Korina Dielschneider.

In diesem Artikel wird der Unterschied zwischen Wünschen und Zielen nachvollziehbar in den Fokus gerückt, jedoch auch das Träumen kurz erklärend erwähnt: “Wünsche sind Dinge, die wir gerne hätten oder gerne erreichen möchten und sie berühren uns emotional, [… Sie] sind nicht unmittelbar und aus eigener Kraft erreichbar und sie können sich im Laufe der Zeit auch ändern. Beim Wünschen steht die Umsetzung nicht im Vordergrund. Wenn der Unterschied zwischen Wunsch und Realität groß ist, spreche ich auch von Träumen. [Diese] sind also eigentlich auch Wünsche, aber eben besonders große.”

Nun, mit der Umsetzung stimme ich nicht ganz überein. Ich weiß nicht, inwieweit der Artikel sich auf eine allgemein gültige Definition stützt. Ich für mich fühle Wünsche als ein Nice-to-Have, Träume sind für mich dagegen gekennzeichnet von einer größeren Notwendigkeit zur Umsetzung, von einer Sehnsucht – wobei in weiter Ferne, sie beinhalten quasi eine gewisse Essenz meines Sinns im Leben. Sie scheinen mir irgendwie wichtiger. Nichtsdestotrotz liegt es nicht zuletzt an den Umständen, inwieweit Träume, Wünsche oder Ziele umgesetzt werden. Diese Umstände muss ich gegebenenfalls zunächst schaffen und das kann mitunter dauern.

Lena Busch von Familienleicht sagt des öfteren “Ziele sind Wünsche/Träume mit einem Datum.” und da wird sie recht haben. Und doch ist das manchmal leichter gesagt als getan. Fehlt es mir an Priorisierung? Vielleicht. Wie viele Wünsche habe ich in meinem Leben bereits mit einem Datum versehen. Doch die Bereitschaft im Geiste als auch im eigenen Körper muss auch da sein. Die Erlaubnis. Und außerdem müssen es wirklich deine Wünsche und Träume sein, so aus dem eigenen Herzen. Wie oft denken wir, es wären unsere Wünsche und Träume und am Ende kommen sie eher eingepflanzten Erwartungen von Außen gleich. Das merken wir dann, wenn wir sie tatsächlich umsetzen wollen und scheitern oder sie umgesetzt haben und das Euphoriegefühl – wenn überhaupt – nur von kurzer Dauer ist.

Meine Ziele im Jahresrückblick 2023

In meinem Jahresrückblick 2023 habe ich über Erlebnisse in 2023 geschrieben. Das Jahr war voll davon, was mir natürlich wieder erst im Nachhinein auffällt.

Den Traum meiner eigenen Webseite habe ich im vergangenen Jahr umgesetzt!

Am Ende habe ich auch ein paar Ziele aufgeschrieben, war schon fast bescheiden – dachte ich – und muss jetzt – im Nachhinein – feststellen, dass diese vielleicht gar nicht realisierbar sind, zumindest in 2024. Es sind also doch eher Wünsche oder sogar nur Ideen, Hirngespinste und das, trotz dem sie zum Teil ein Datum bekommen haben. Ich weiß einfach nicht, was passiert. Unser Leben scheint unbeständiger den je. Ich halte mich an der Idee fest, dass irgendwann Beständigkeit einkehren wird. Ist es nicht eine Illusion? Gibt es das, Beständigkeit? Vielleicht interpretiere ich Beständigkeit auch fälschlicherweise mit Gleichheit, also einem gleichbleibendem Ablauf.

Mein großes Kind ist krank geworden. An Heiligabend habe ich mit ihr beim Arzt gesessen. Ihr ging es echt gar nicht gut. Irgendwie hat mich das auf den Boden der Tatsachen geholt. Es war nicht nur eine blöde Erkältung. Da habe ich inzwischen ein wenig Routine. Vier Kinder, du weißt vielleicht. Ich habe mir Sorgen gemacht. (Disclaimer: Es geht ihr besser.) Und plötzlich traten die potentiellen Ziele 2024 wieder in den Hintergrund. Sie waren plötzlich nicht mehr so wichtig. Waren es denn dann überhaupt echte Herzenswünsche, die ich zu Zielen gemacht habe? Ich kann es nicht sagen, ja vielleicht schon – im Sinne von Nice-to-Have, aber eher nicht so wie ich Träume verstehe.

Darf ich das?

Ich fühlte mich plötzlich unanständig. Es fühlte sich so weit weg an, dass diese Pläne jemals umgesetzt werden könnten. Schon unter normalen Umständen hätte es einiges an Anstrengung gebraucht, um sie umzusetzen. Ich bin ehrlich, ich habe diese Ziele aufgeschrieben, weil ich mich endlich mehr fokussieren wollte auf meine Ideen für diese Welt. Doch, darf ich das? Darf ich Wünsche und Träume haben und diese dann auch noch umsetzen?

“Träume sind Schäume” klingt es in meinen Ohren… in Ulrike-manier ignoriere ich diese innere Stimme jetzt einfach mal ganz gekonnt.

Sie ist wahnsinnig laut, doch indem ich diese Zeilen schreibe kann ich sie ein wenig in Schacht halten. Sie will mich zurückhalten.

Jetzt gerade kann ich zu mir sagen: Hei. Danke. Du warst so hilfreich. Damals. Jetzt aber bin ich groß und übernehme… Du darfst dich gerne ausruhen. Es war sicher verdammt anstrengend, immer auf der Hut zu sein und mich zu beschützen. Ich schaffe das. Es wird nichts passieren…

Also fange ich an zu träumen und zu wünschen und mache mir erst am Ende des Blogartikels Gedanken, was davon überhaupt in die Umsetzung geht und was davon noch in diesem Jahr – eventuell. Wenn die Umstände es erlauben. Danke fürs Lesen…

Ich liebe das Schreiben, doch etwas blockiert mich

Ich liebe es, zu schreiben – inzwischen. Früher hatte ich meist ‘ne Vier in Diktaten bis in der 10./11. Klasse hinein. Irgendwann ist der Knoten geplatzt, ach nein, dann wurde Rechtschreibung nicht mehr so explizit mit Diktaten kontrolliert. Inzwischen habe ich meine Strategien und Hilfsmittel. Das ist eine andere Geschichte.

Durch das Schreiben finde ich den Zugang zu mir, meinem inneren Ich. Der Zugang ist pur und unschuldig. Beim Schreiben bin ich mir am Nähsten. Ich lasse normalerweise den Stift über das Papier gleiten und ich spüre eine Energie, die nicht von dieser Welt ist.

Ich fühle so viele Geschichten in mir und möchte sie herausschreiben, doch etwas in mir blockiert mich. Die Bewertung von Außen, die schon damals ein großes Problem war vielleicht. Ich habe mir ein dickes Fell angeschafft und doch im Inneren bin ich zerbrechlich und abhängig. Ich weiß wie gut mir das Schreiben tut. Ich denke so oft daran, mir einen Stift und ein Notizbuch zu nehmen und einfach drauf los zu schreiben und… lasse es.

Ich träume davon, dass ich dieses wieder kann. Ich träume davon, meine Geschichten aufzuschreiben zu können. Ich träume davon, dass meine Geschichten Gehör finden oder zumindest gelesen werden. Ich träume davon, dass sie gefallen und inspirieren.

Ich nehme an der Journaling-Challenge von Bianca Fritz teil und werde mich ab dem 15. Januar zu meinem Content schreiben. Ich bin sehr gespannt, was mich erwarten wird.

Lieder sind mein Anker

Musik ist mein Baldrian. Singen ist mein Heilmittel. Tanzen mein Ausdruck.

Wenn ich mir dessen bewusst bin, kann ich Musik und Tanz als meine Meditation nutzen. Meistens jedoch ist die Musik im Alltag so fern und einige Jahre habe ich sie gar nicht gehört. Die Musik in mir. Die Musik im Außen blieb auch im Außen, sie berührte mich nicht, nervte sogar. Mein Körper fühlte sie nicht. Langsam kann ich sie wieder spüren und darüber bin ich sehr dankbar.

Plötzlich höre ich im Internetradio Peter Maffay “Nessaja” singen: “Irgendwo tief in mir, bin ich ein Kind geblieben; erst dann, wenn ich’s nicht mehr spüren kann, weiß ich, es für mich zu spät…” und die Tränen kullern.

Da ist so wahnsinnig schöne Musik, so viel mehr schöne Musik auf diesem Planeten. Ich wäre so gerne ein Teil davon.

Ich träume davon, die Musik in mir nie wieder zu verlieren und sie viel öfter wieder heilend hervorzuholen. Sie zu fühlen und mich zu spüren.

Ich will singen, auf einer Bühne. Ich möchte die Menschen berühren. Ich möchte das Innere aus mir heraus singen und meine Worte und Melodien sollen in den Köpfen der Menschen wiederhallen.

Und nun…

Ich höre gerade “Das große Los” von Meike Winnemuth als Hörbuch. Ich mag es von Herzen sehr empfehlen (unbezahlte Werbung). Sie erzählt in ihrem Buch von einer Methode einer Psychologin, um zu finden, was man eigentlich will. Dazu stellst du dir den perfekten Tag vor – gänzlich ohne Beschränkungen – und malst ihn dir aus in den schönsten Farben. Un dann den nächsten! Und den nächsten! Und so weiter… so findest du die Essenz dessen, was du wirklich willst. Das klingt spannend für mich. Das werde ich mal in meine Morgenseiten mit aufnehmen, die ich noch nicht schreibe, aber hoffe, etablieren zu können. Die Kinder werden ja bekanntlich größer, ansonsten ist so ein Morgen echt anstrengend…

Nichtsdetsotrotz, weiß ich grad nicht, was ich mir weiter wünschen soll. Ich weiß, bisher hat das Nichts mit meinem Business zu tun. Ich bin noch immer nicht so richtig klar – “positioniert” in Fachjargon – und habe noch immer nicht gefunden, wofür ich eigentlich wirklich losgehen will. Ich suche noch immer den Zugang zu mir. Dieser ist verbaut von Beschränkungen, Regeln und Ideen von der Welt, die sich geändert haben, die nicht mehr meine sind. Und doch bestimmen sie noch immer mein Handeln und Wirken.

Ich träume davon, Klarheit zu finden. Klarheit darin, was ich erreichen will. Ich träume davon, meinen Weg zu finden. Im Grunde träume ich von nicht weniger als den Sinn meines Lebens zu finden.

Ich bin kreativ

Als mein damaliger Kunstlehrer mir einst sagte, er wolle mein Kunstwerk aus der 5. Klasse gerne behalten und ausstellen, fiel ich vom Glauben ab. Ich persönlich fand mein Bild zu diesem Zeitpunkt gar nicht schön.

Vor der Schule habe ich so gerne gemalt, vor allem ausgemalt wie ich weiß. Vermutlich hatte ich schon damals nicht so das Vertrauen in meine Zeichnungen. Was ist passiert? Ich habe ein Bild im Kopf und wenn ich es dann doch nicht so umsetzen kann, empfinde ich es als Scheitern.

Ich weiß, ich bin kreativ und doch scheitere ich daran, bewertet zu werden bzw. bewertet worden zu sein. Ich habe jetzt keine Sinnkrise deshalb, aber was bitteschön richtet dieses Schulsystem da an. Und was bitteschön bezweckt es damit, mir meine Art, mich kreativ auszuleben, zu nehmen, madig zu machen. Und was ist schon schön. In der Regeln bezeichnen wir etwas schön, wenn es der Norm entspricht, ohne Ecken und Kanten. Aus heutiger Sicht kann ich nur sagen, LANGWEILIG!!!

Also, was macht die geschundene kreative Seele? Sie malt, einfach so. Sie malt, ohne einen Zweck zu verfolgen. Sie versucht es zumindest.

Ich träume davon, mir einen Raum und Gelegenheiten zu schaffen, mich kreativ auszuleben.

Seit gestern habe ich einen neuen Schreibtisch – ich habe bald Geburtstag. Jetzt werde ich alles daran setzen, meinen anderen Tisch als kreative Ecke einzurichten. Platz genug habe ich in meinem Zimmer. Ja, ich habe ein eigenes Zimmer und bin sehr froh darum. Es ist meine Insel.

Ich weiß, was ich kann und bringe es unter die Leute

Manche Menschen sind so von sich überzeugt, dass es schmerzt. Ich gönne es ihnen, aber ich habe so meine Schwierigkeiten damit. Das liegt wahrscheinlich an Erziehung. Ich selbst kann meinen Wert schwer erkennen, aber ich arbeite daran. Trotzdem schadet es nicht, sich weiterzubilden und ich bin ein großer Fan des lebenslangen Lernens.

Ich träume davon, meinen eigenen Wert zu erkennen und meine Expertise nach Außen zu tragen.

Tatsächlich habe ich dafür schon einen konkreten Plan. Ich werde individuelle Sitzungen anbieten, in denen ich mit Kindern aus aller Welt auf Deutsch im Fach Deutsch unterrichte. Ich will dabei ein Konzept entwickeln, der das Kind im Blick hat. Ich kann noch nicht so viel dazu sagen, aber ich bin davon überzeugt, dass es gut wird. Ich werde voraussichtlich ein mehrsprachiges Kind hybrid hier in Kairo und zwei zweisprachige Kinder online betreuen. Ich freue mich schon auf die neue Aufgabe.

Meine Bucketliste 2024

Ich hatte noch nie in meinem Leben eine Bucketliste. Ich weiß gar nicht so recht, warum. Viele Menschen haben eine, so weit ich weiß. Vielleicht sind es meine eigenen Erwartungen, die ich nicht enttäuschen will, weil ich (wieder) es nicht geschafft habe, diese komplett (!) umzusetzen. Aber hey… Da darf ich mild mit mir sein. Ich muss sie ja gar nicht komplett umsetzen. Gut, dass ich das jetzt so denken kann.

Ich sehe sie einfach als einzelne Wünsche, von denen ich träume.

Jetzt in diesem Moment habe ich das Gefühl, alles gesagt zu haben. Vor einiger Zeit habe ich gehört, dass Selbständigkeit/Businessaufbau auch Persönlichkeitsentwicklung ist. Da wird etwas Wahres dran sein.

In diesem Sinne lass uns träumen und losgehen…

 

Ich helfe deutschsprachigen Eltern, in die Umsetzung zu kommen und ihre Muttersprache ohne Zwang an ihre Kinder weiterzugeben.

 

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2 Kommentare

  1. Liebe Ulrike,
    so schön dass du auch mitmachst und über deine Träume erzählst. Besonders den analytischen Anteil am Anfang fand ich spannend, die Unterscheidung zwischen Wünschen und Träumen.
    Und eine Bucketliste braucht man ja nicht. Würde sich vermutlich eh dauernd ändern, das Ding 😉

    Liebe Grüße
    Lucie

    Antworten
    • Liebe Lucy,
      vielen Dank, ich bin schon gespannt auf deinen Artikel.
      Ja, die Bucketlist sehe ich tatsächlich auch nicht so streng, sondern eher als Anregung oder Inspiration.

      Lieben Gruß,
      Ulrike

      Antworten

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